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Kirmes 2003

Kirmesgesellschaft   Arzheim

 Kirmesspruch 2003

 Verfasst von Wolfram Wilde und Uwe Gadinger

 Vorgetragen vom Kirmesjungen

Wolfram Wilde

Kirmes in Arzheim feiern wir heut!

Es heißt Euch willkommen, Bürgersleut

und Gäste aus aller Welt, von fern und nah,

Euer Kirmesjung mit lautem Husar, Husar, Husar....

 

So begrüßte ich Euch vor schon 6 Jahr,

doch es war heuer wieder keiner da,

um empor zu steigen voller Stolz,

auf diesen Baum aus Arzheimer Holz.

 

Leider kein Verlass mehr auf die Jugend,

so wird es bald vielleicht zur Tugend,

dem Heinz seine Rekord zu knacken,

noch einmal mehr, das kann ich packen!

 

Schon drei Mal stand er auf dem Balken,

fängt nun langsam an zu verkalken,

drum Arzheimer Junge heilt den Bruch,

rauf auf den Baum, raus mit dem Spruch!

 

Auch wenn das Gerücht die Runde macht,

zu teuer sei der Umtrunk Sonntagnacht,

will ich Euch dieses Jahr ein Beispiel geben,

es obliegt dem Kirmesjung den Rahmen festzulegen.

 

Denn an diesen schönen Tagen,

sollen Geldsorgen nicht plagen,

es geht ums Feiern der Kirmes ganz allein,

und nicht darum, der Größte, Beste, Reichste zu sein.

 

So will ich Euch erneut begrüßen,

Ihr Leut da unten, zu meinen Füßen,

um zu feiern eine Kirmes in diesem Jahr,

mit Frohsinn, Spaß und lautem Husar, Husar, Husar....

 

Tradition, ist mehr als ein Wort,

wird geschätzt, gelebt in unserem Ort,

so trifft man sich seit langer Zeit,

ein neuer Vorstand steht bereit.

 

Vom Baumstellen sind die Muskeln geschunden,

die Eierkrone ist frisch gebunden,

die Burschen erstrahlen in weißem Glanz,

die Mädchen hoffen im Festzelt auf einen Tanz,

ausgeschenkt wurde Wein aus dem Krug,

begleitet von der Musik des Spielmannszug.

 

So halten wir den Brauch in Ehren,

wie  uns unsere Väter lehrten.

Wenn wir die Tradition so weitergeben,

wird unsere Kirmes ewig leben,

dieses Jahr und viele noch,

lasst uns halten die Arzheimer Kirmes  Hoch, Hoch, Hoch.....


 

Bevor wir ins Festzelt weiterziehen,

lasse ich meine Gedanken fliehen,

denke an das was einmal war,

mit Schwerpunkt im vergangenen Jahr.

 

In Arzheim, unserem schönen Ort,

wurde getratscht so manches Wort,

so einiges hab ich nicht vergessen

und denk, es wäre arg vermessen,

die Kunde nur für mich zu haben,

so werde ich es in die Menge tragen.

 

Den Anfang mach ich mit der Kirmes letztes Jahr,

301 Männer in strahlendem Weiß waren da,

das Fest war schön, fast bis zum Schluss,

diesmal war es nicht der Linienbus,

doch wieder war es der Kirmesbaum,

ihn umzulegen wollt sich keiner trauen.

 

Hiervon lassen wir uns aber nicht die Stimmung vermiesen,

die Arzheimer Kirmes sei gepriesen,

sie soll leben lange noch,

auf die Arzheimer Kirmes ein dreifach Hoch, Hoch, Hoch....


 

Weiter kann ich Euch berichten,

von Arzheims Straßen, unendliche Geschichten,

schon lange soll die Straße in der Strenge,

neu erstrahlen, hervorgehoben aus der Menge.

Schaut man sie sich heute an,

hat sich wirklich viel getan,

Loch an Loch, Hügel auf, Hügel ab,

da macht jeder Stoßdämpfer schlapp.

 

An dieser Stelle muss man sagen,

der Anliegerkosten wegen, kann sich keiner beklagen,

denn oft geöffnet und geschlossen ein Loch.

dass weiß ein jeder, das kostet doch.

Würde ein Mensch privat so denken,

würde er sein Konto ins Minus lenken.

Was red ich hier, ich hab es satt,

denn pleite ist ja auch die Stadt!

 

Das Treiben der Stadtväter werd ich nie kapieren,

muss man ausgerechnet an der Kirmes Toiletten sanieren?

Da darf keiner über den Bierpreis fluchen,

denn der Wirt muss zusätzlich Toiletten buchen.

 

Von November bis Mai kann ich wenig berichten,

kam nach, im Kosovo meinen Soldatenpflichten,

um den Menschen dort den Frieden zu geben,

in dem wir fast sechzig Jahre schon leben.

 

Bevor ich flog ins ferne Land,

war zu regeln allerhand.

So brauchte unser Burschenclub,

einen neuen Führungstrupp,

neu ist falsch, denn es sind immer die Gleichen,

die Verantwortung übernehmen und stellen die Weichen.

 

Hier stelle ich fest einen neuen Trend,

jeder hier der Vorstandsarbeit kennt,

merkt sofort es sind die „Alten“,

die lenken, denken und weiterschalten.

 

Der Spielmannszug, der kennt das Spiel,

Nachwuchs wenig, Alte viel.

Sie an Kirmes- und Karnevalstagen,

trotz Personalmangel die Trommel schlagen,

möchte an dieser Stelle von hier oben,

dem Spielmannszug danken und ihn loben!

 

Von den Jungen vermisse ich Engagement,

ist denn wirklich keiner do,

der motiviert ist, jung mit Schwung,

zu deutsch: En gode Arzemer Jung?

 

Beim Kirchenchor herrscht ein neuer Ton,

hier schreibt man groß Emanzipation,

zum ersten Mal, seit Gottes denken,

lässt er sich von einer Dame lenken.

 

Auch den MGV darf man nicht unterschätzen,

wanderte einfach über die Grenzen,

begeisterte uns mal wieder sehr,

zusammen mit den Sängern aus Nevers.

 

Trotz aller Kritik an den Jungen,

Arzheims Vereine sind gelungen,

bieten Abwechslung für Alt und Jung,

halten auf Trab, halten in Schwung,

so war es schon immer, so ist es noch,

auf die Arzheimer Vereine ein dreifach Hoch, Hoch, Hoch!

  

Animalisch wurde es an Karneval,

Fische, Seepferdchen, Krebse füllten den Saal,

Prinz Andreas und Prinzessin Elke von der närrischen Unterwasserwelt,

hätten gefüllt auch unser Kirmeszelt!

Sie regierten eine schöne Session,

hoch oben von ihrem Karnevalsthron.

 

Ein Jahrgang von den Fischen motiviert,

hat eine Bieridee schnell realisiert,

so öffnete am Karnevalssonntag wunderbar,

in der alten Metzgerei die Haifischbar.

 

Darum auf den Karneval, und die Truppe vom OGV,

ein dreifach, donnerndes Arzheim Helau, Helau, Helau!


 

Arzheims Geschäfte sind ein Genuss,

es gibt zwar noch den Ladenschluss,

man blickt zurück auf Tradition,

so gibt’s den Bäcker seit hundert Jahren schon.

 

Liebe Kinder gebt fein acht,

ich hab Euch etwas mitgebracht,

kann man jetzt aus vollem Munde sagen,

kommt man aus Arzheims Geschenkeladen.

 

Auch unsere Kneipen sollten wir nicht vergessen,

oft wurde dort beim Bier gesessen,

Stammtisch, Knobeln, Kartenkloppen,

früh am Morgen einen Schoppen!

 

Wer von uns will das vermissen?

Darum sollten alle wissen,

unserer Geschäftswelt zu erhalten viel,

sollte sein unser aller Ziel!

 

Darum sage ich jetzt frei heraus,

für unsere Geschäftsleut` einen kleinen Applaus!

 

Als ich im Mai zurückgekommen,

hab ich etwas wahrgenommen,

kaum konnt` ich meinen Augen trauen,

man war das Feuerwehrhaus am bauen.

 

Jetzt steht es da in voller Pracht,

vor sechs Jahren hab ich gedacht,

dass das Gerätehaus viel früher kommt,

damals irrte ich, sagte die Stadt reagiert prompt.

 

Doch was lange währt,

wird endlich gut,

sieben Jahre von der Planung zum Bau,

ich zieh den Hut!

 

Liebe Leute, liebe Gäste,

jetzt kommt für mich das Allerbeste,

damit ich auch mal Pause hab,

hab ich mir etwas ausgedacht,

ich möchte, dass ein jeder singt,

wenn jetzt das Kirmeslied erklingt,

denn dafür ist der Juppes da,

Juppes sing! Husar, Husar, Husar.....


 

Jetzt kommen mir noch zwei in den Sinn,

auf die ich grad gekommen bin,

tragen beide noch den gleichen Namen,

fallen manchmal aus dem Rahmen.

 

Der eine macht mit `nem Klick,

im Internet ein Missgeschick,

so hatte Arzheim Trubel viel,

beim SWR 1 Dorf-Heimspiel.

 

Der andere, ganz kurios,

erst ganz klein, dann riesengroß,

läuft an Pfingsten auf, mit seinem Team

und führte es zielstrebig zum Gewinn.

 

Der erste jedoch dafür nichts kann,

der Apfel fällt nicht weit vom Stamm,

so hat der Juppes dem Björn beigebracht,

wie man hin und wieder was besonderes macht.

 

Solche Leute braucht man viele,

die was planen, haben Ziele,

auf alle Helfer, Organisatoren sag ich noch

Sie sollen leben dreimal Hoch, Hoch, Hoch!

 

Liebe Leut, es ist jetzt Zeit,

ich seh` Ihr steht fürs Zelt bereit,

doch eines will ich noch von mir geben,

das war der erste Spruch in unserem Leben. (Danke Uwe)

Erst wenn man selbst ans Schreiben geht,

sieht man, welche Arbeit dahinter steht.

Ein Dank an alle, die`s bisher gemacht,

Ihr habt alle tolle Arbeit vollbracht!

 

Zum Schluss möchte ich noch Danke sagen,

an all diejenigen, die unterstützt mich haben.

Wäret Ihr nicht da gewesen,

hätt` ich den Spruch heut` nur verlesen.

 

Da ich begann wie vor sechs Jahren,

möchte so am Schluss ich auch verfahren:

 

Bürger in Arzheim, Geschäftswelt, Politik,

lasst uns alle ziehen am gleichen Strick,

damit in Arzheim mancher Traum werde wahr!

Darauf ein dreifaches Hoch, Hoch, Hoch!

und das Lied der Kirmes Husar, Husar, Husar......

 

Ich habe gespäht vom Baum in die Runde,

habe geforscht nach guter Kunde,

aus alten, mehr aus neuen Tagen.

Ihr könnt die Kunde weitertragen,

zwar vorher auch, doch jetzt ist klar:

In Arzheim lebt`s sich wunderbar!

 

Dieses Lied hat Euch gesunge`,

Wolfram, Euer Kirmesjunge.

Ich ruf Euch zu, nun einmal noch:

Auf Arzheim, auf die Kirmes, ein dreifaches Hoch, Hoch, Hoch!